Work-life Balance and Fathers in Austria? – Empirical Evidence at the Company Level

Vor dem Hintergrund sich wandelnder gesetzlicher Regelungen zur Kinderbetreuung in Österreich diskutieren wir die Umsetzung dieser Maßnahmen auf Unternehmensebene und deren Auswirkungen auf das Engagement von Männern in der Kinderbetreuung.
Zwei Faktoren werden als relevant angesehen, damit Väter Elternzeit in Anspruch nehmen und nach dem Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt eine Work-Life-Balance erreichen: eine Unternehmenskultur, die WLB-Themen als tägliche Praxis respektiert und in der Väter umfassend unterstützt werden, sowie eine Branche, die von weiblichen Beschäftigten mit langjähriger Erfahrung in WLB-Themen dominiert wird. Wir zeigen, dass sowohl bei einer Unternehmenskultur, die Work-Life-Balance in die Praxis umsetzt, als auch in einer Branche mit überwiegend weiblichen Beschäftigten individuelle Dispositionen darüber entscheiden, ob und wie Work-Life-Balance auf Unternehmensebene umgesetzt wird.
Wir argumentieren, dass formalisiertere Gleichstellungsmaßnahmen wie Tarifverträge und gesetzliche Standards mit Sanktionen erforderlich sind, um Work-Life-Balance in einer breiteren Perspektive zu gewährleisten und Work-Life-Balance auch für Männer als Thema zu fördern.

Unter Mitarbeit von Helene Schiffbänker.

Das Buch kann hier bestellt werden.

 

publiziert in: Crespi, Isabella; Ruspini, Elisabetta (2016): Balancing Work and Family in a Changing Society. The Fathers' Perspective
Herausgeber der Publikation: New York, Palgrave Macmillan US
Anzahl der Seiten: 113-128
Mitarbeiter*innen: Nadja Bergmann
von: 2016 bis: 2016