Nachhaltigkeit

Der Begriff Nachhaltigkeit hat über die Jahre etliche Veränderungen durchlaufen. Je nach Wissenschaftsdisziplin finden sich sehr unterschiedliche Zugänge. Insgesamt liegt in der Nachhaltigkeitsforschung ein starker Fokus auf dem Faktor Mensch, dessen Handeln und die sich daraus ergebenden Konsequenzen, die im Kontext sozialer, ökologischer und ökonomischer Dimensionen auf zukünftige Generationen gedacht werden. Fragen dieser Art zu sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit begleiten die Forschungsarbeiten von L&R Sozialforschung seit vielen Jahren. Im Fokus unserer Arbeiten steht dabei die Frage von sozial und ökologisch zukunftsfähigen Beschäftigungs- und Arbeitsmarktmodellen, etwa im Rahmen einer Vielzahl an Projekten zur experimentellen Arbeitsmarktpolitik der 1980er und 1990er in Österreich oder zuletzt im Rahmen jener Projekte, die sich mit den im Kontext von Klimawandel und Digitalisierung einhergehenden Veränderungen auseinandersetzen.

Entwicklungen wie ein Abgehen vom klassischen „nine-to-five“ Arbeitszeitkonzept oder Arbeiten im Rahmen so genannter „Plattformökonomien“ oder Co-working Spaces führen nicht nur zu sozialen Veränderungen, sondern sind wesentlich auch mit veränderten Mobilitätsanforderungen und -verhalten verbunden. Es stellt sich die Frage, wie Arbeit nun in Zukunft ausgestaltet sein wird und wie diese nachhaltig auch für künftige Generationen organisiert werden kann. Wie kann eine zukunftsfähige Erwerbsgesellschaft aussehen, welche ein „gutes Leben“ für alle ermöglicht und soziale und ökologische Probleme vermeidet? Welche lokalen, regionalen, (inter-)nationalen Akteursallianzen sind möglich und notwendig, um eine nachhaltige Entwicklung zu forcieren?