Hebung des Arbeitskräftepotentials von Frauen mit Kinderbetreuungspflichten im Bundesland Kärnten

Die Nutzung des Arbeitskräftepotentials von Frauen, eine Zielsetzung die Österreich und die EU in den letzten Jahrzehnten verstärkt verfolgte, hat mit dem zunehmenden Fachkräftemangel noch an Bedeutung gewonnen. Dabei rücken sowohl Frauen im Allgemeinen als auch Frauen mit Kinderbetreuungspflichten, die nicht am Erwerbsleben teilnehmen (können) als ungenutztes Arbeitskräftepotential immer mehr in den Fokus. Insbesondere auch Frauen, die nach der Geburt eines oder mehrerer Kinder grundsätzlich wieder erwerbstätig sein können und wollen, sich aber nicht als arbeitslos im üblichen Sinne sehen, teilweise nicht aktiv nach Arbeit suchen, stellen eine sogenannte „Stille Arbeitsmarktreserve“ dar, die zur Deckung des Arbeitskräftemangels angesprochen werden könnte. Der Weg zurück in die Erwerbstätigkeit ist aufgrund von Betreuungsaufgaben oft aber nur nach längeren Unterbrechungszeiten und über Teilzeit oder spezielle Arbeitsbedingungen denkbar, die zu ihren Lebensverhältnissen passen.

Ziel der Studie ist es nun, Ansatzpunkte für das AMS Kärnten zu liefern, um die Beschäftigungsintegration dieser Zielgruppe zu erhöhen. Zusätzlich soll ein Grundlage für andere relevante Akteur:innen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung geschaffen werden, um zur Hebung dieses ungenutzten Arbeitskräftepotentials und damit einhergehend zu einer Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt beizutragen.

Themen: Arbeitsmarkt, Gender, Soziales
Schlagworte: AKP, Beschäftigung, Kinder
Auftraggeber:innen: Arbeitsmarktservice Kärnten
Mitarbeiter:innen: Andreas Riesenfelder, Claudia Sorger, Lisa Danzer
Status: laufend
von: 2023 bis: 2024