Veröffentlichung der „Studie zur Betroffenheit von digitaler finanzieller Exklusion“
09.07.2026
Die „Studie zur Betroffenheit von digitaler finanzieller Exklusion“ wurde von der Oesterreichischen Nationalbank veröffentlicht und im Rahmen des „Open Forum: Digitaler Euro & Zahlungsverkehr“ am 8. 7. 2026 vorgestellt.
Die vorliegende Studie schafft eine wissenschaftliche Grundlage für Maßnahmen zur Förderung digitaler finanzieller Teilhabe. Es wurde nicht nur die Gesamtbetroffenheit von digitaler finanzieller Exklusion in der österreichischen Bevölkerung ab 18 Jahren quantifiziert, sondern insbesondere die digitale finanzielle Exklusion innerhalb besonders ausgrenzungsgefährdeter Teilzielgruppen erfasst.
Die Ergebnisse zeigen, dass digitale finanzielle Exklusion in Österreich zwar einen vergleichsweise kleinen Teil der Bevölkerung betrifft, sich aber stark auf einzelne Gruppen konzentriert. Über alle Zahlungsszenarien hinweg sind 8% der Gesamtstichprobe von digitaler finanzieller Exklusion betroffen, da sie digitale Finanzdienste nicht oder nur mit persönlicher Unterstützung nutzen können. Die Gruppen, die am stärksten von digitaler finanzieller Exklusion betroffen ist, sind wohnungslose Personen (45%), Personen mit geringer Deutschkompetenz (36%), geflüchtete Personen (22%), Personen mit Behinderungen (22%) und Senior*innen über 80 Jahre (18%).
Aus den unterschiedlichen Ursachen für die Exklusion folgt die Notwendigkeit, Maßnahmen zur Förderung der digitalen finanziellen Inklusion zielgruppenspezifisch auszurichten. Die Einbindung Betroffener in die Entwicklung ist dafür zentral.
Hier finden Sie auf der Homepage der Nationalbank noch nähere Informationen zur Studie: Studie zur Betroffenheit von digitaler finanzieller Exklusion – Oesterreichische Nationalbank (OeNB)
Den vollständigen Bericht können Sie hier nachlesen: Studie zur Betroffenheit von digitaler finanzieller Exklusion
