Männer.MINT.CARE Status Quo: Vereinbarkeit in MINT-Betrieben in Österreich
Im Rahmen des Projektes „Männer.MINT.Care“ wird das Ziel verfolgt, ausgehend von Erkenntnissen aus der Forschung, praxisnahe Ansätze für die Verbesserung der Vereinbarkeit von bezahlter und unbezahlter Arbeit in MINT-Betrieben abzuleiten. Dafür wurde in einem ersten Schritt eine österreichweite quantitative Befragung sowie eine Literaturrecherche durchgeführt, um weiteren im „Männer.MINT.Care“-Projekt geplanten Arbeitspaketen eine Grundlage zu bieten.
Ziel der Erhebung war es, die Arbeitsrahmenbedingungen sowie (nicht) gesetzte Angebote rund um Vereinbarkeit in österreichischen MINT-Betrieben zu erfassen. Die Zielgruppe der Befragung waren somit Personen, die in einem MINT-Betrieb in Österreich aktuell oder in den letzten drei Jahren arbeiten bzw. gearbeitet haben. Um hier unterschiedliche Perspektiven abzudecken, wurden sowohl Geschäftsführer:innen, HR-Leitungen, Betriebsrät:innen wie auch Beschäftigte eingebunden. Unter der Gruppe der Beschäftigten wurden ergänzend Sorgeverantwortungen und die Inanspruchnahme von Arbeitszeitunterbrechungen bzw. Arbeitszeitveränderungen erhoben. Insgesamt soll damit der „Status-Quo“ in verschiedenen MINT-Bereichen erfasst werden.
Im Konkreten standen folgende forschungsleitenden Fragestellungen im Zentrum:
- Welche Arbeitsrahmenbedingungen (v.a. Arbeitszeit- und Arbeitsortregelungen) finden Beschäftigte in MINT-Betrieben vor? In welchem Umfang arbeiten die Beschäftigten?
- Zeigen sich Geschlechterunterschiede bei der Inanspruchnahme von Freistellungen oder Arbeitszeitveränderungen im Rahmen von Betreuungspflichten?
- Wie wird in den Unternehmen mit Vereinbarkeit umgegangen? Gibt es konkrete Angebote für bessere Vereinbarkeit von unbezahlter und bezahlter Arbeit?
- Wie wird im Unternehmen mit Betreuungspflichten umgegangen? Gibt es Erfahrungen mit Diskriminierungen oder Nachteilen aufgrund von Betreuungspflichten für Kinder oder Angehörige?
- Welche Rolle spielt der Betriebsrat im Zusammenhang mit Vereinbarkeit von unbezahlter und bezahlter Arbeit? Wir er informiert und eingebunden?