Förderliche und hinderliche Aspekte der (Arbeitsmarkt-) Integration von Frauen mit Fluchthintergrund. Erkenntnisse aus einer praxisnahen Fallstudie
Die Studie untersucht, welche Faktoren die Arbeitsmarktintegration von Frauen mit Fluchthintergrund fördern oder erschweren. Im Mittelpunkt stehen dabei auch mehrere Praxisprojekte des ABZ*AUSTRIA, deren Erfahrungen systematisch ausgewertet wurden, um konkrete Erfolgsfaktoren für eine gelingende Integration abzuleiten. Hierzu wurden die Perspektiven geflüchteter Frauen aus Syrien, Afghanistan, Iran und Irak sowie von Beraterinnen, Trainerinnen und Unternehmen einbezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere gute Deutschkenntnisse, die Anerkennung von Qualifikationen, individuelle Beratung und gezielte Qualifizierungsangebote den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Gleichzeitig stellen fehlende Kinderbetreuung, lange Anerkennungsverfahren, Diskriminierung sowie traditionelle Rollenerwartungen häufig große Hürden dar. Die Studie macht deutlich, dass eine erfolgreiche Arbeitsmarktintegration weit über die reine Arbeitsvermittlung hinausgeht und ganzheitliche Unterstützungsangebote erfordert. Besonders wirksam sind Maßnahmen, die Frauen stärken, ihre Kompetenzen sichtbar machen und sie individuell auf ihrem Berufsweg begleiten. Die Erkenntnisse liefern wertvolle Anhaltspunkte für die Weiterentwicklung wirksamer Integrationsangebote und zeigen, wie Praxiswissen erfolgreich in Handlungsempfehlungen für Politik und Arbeitsmarktakteur umgesetzt werden kann.
Hauptautorin der Studie ist Tamara Dorner vom ABZ*AUSTRIA, Nadja Bergmann von L&R Sozialforschung hat die Erstellung der Studie mittels wissenschaftlicher Expertise und Durchführung der Fallbeispiele unterstützt und entsprechende Teile der Studie mitverfasst.
Mitarbeiter*innen: Nadja Bergmann
von: 2025 bis: 2025