Einstellverhalten oberösterreichischer KMU in der Rezession

Die Rezession der vergangenen Jahre macht sich in der (ober-)österreichischen Arbeitslosenstatistik bemerkbar. Nach einer vergleichsweise moderaten Erhöhung der Arbeitslosenquote im Jahr 2023, kam es in den Jahren 2024 und 2025 in Oberösterreich zu einem Anstieg im zweistelligen Prozentbereich. Anfang 2026 kam es zwar zu einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote, nichtsdestotrotz bleibt die Arbeitsmarktsituation in Oberösterreich weiterhin angespannt. Betrachtet man die Entwicklungen am oberösterreichischen Arbeitsmarkt spezifisch nach unterschiedlichen Gruppen, so zeigt sich unter anderem ein Anstieg der Arbeitslosenquote bei Personen mit mittlerem und höherem Bildungsabschluss. Damit steht Unternehmen auf der Suche nach Arbeitskräften aktuell ein größerer Pool an qualifizierten Personen zu Verfügung. Es ergibt sich die Frage, ob und inwiefern sich diese veränderten Ausgangsbedingungen am Arbeitsmarkt im Einstellverhalten oberösterreichischer Klein- und Mittelunternehmen (KMU) niedergeschlagen haben und wie das AMS sinnvoll darauf reagieren kann. Das geplante Forschungsprojekt soll sich nun der Beantwortung der Frage widmen, welche Implikationen sich durch die veränderte Arbeitsmarktsituation für oberösterreichischer KMU ergeben haben könnten.

Als Vergleichsrahmen dient eine zusätzliche Untersuchung des Einstellverhaltens in einer Phase der Hochkonjunktur. Außerdem soll untersucht werden, aus welchen Motiven und unter welchen Perspektiven KMU ihr Einstellverhalten unter den gegebenen Arbeitsmarktbedingungen gestalten.

Auftraggeber*innen: Arbeitsmarktservice Oberösterreich
Mitarbeiter*innen: Lisa Danzer, Maximilian Pfanner, Nadja Bergmann, Nicolas Pretterhofer
von: 2026 bis: 2027