Zentrale Einflussfaktoren für eine Bildungs- und Berufswahl junger Frauen im MINT-Bereich (2022-2023)

Studien und internationale Vergleiche verweisen auf die anhaltend hohe horizontale Geschlechtersegregation des österreichischen Arbeitsmarktes, also eine zahlenmäßige Dominanz von Frauen bzw. Männern in bestimmten Berufen bzw. Berufsgruppen. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der geplanten Studie, Push- und Pullfaktoren zu ermitteln, die bei der Wahl einer Ausbildung bzw. eines Berufes im MINT-Bereich sowie dem Verbleib darin bei jungen Frauen wirken. Ein besonderer Fokus liegt auf der Identifikation gestaltbarer Faktoren, um die geschlechtliche Arbeitsmarktsegregation zu verringern.

Um diese Zielsetzung zu erarbeiten, werden zwei Zugänge gewählt: 

  • Zum einen soll eine systematische Literaturanalyse der Ausarbeitung von Push- und Pullfaktoren dienen. Ziel ist es dabei, Faktoren auf individueller und struktureller Ebene in den Blick zu nehmen, um so ein bestmögliches Bild des aktuellen Wissensstandes zu generieren. 
  • Ergänzt wird dies durch qualitative Fokusgruppen unter Schülerinnen, Studentinnen und Lehrlingen im MINT-Bereich. Neben der allgemeinen Thematisierung von individuellen Beweggründen und Hindernissen bei der Berufs- bzw. Ausbildungswahl, wird die Rolle Sozialer Medien fokussiert: Wie und mit welchen Effekten werden diese genutzt? Werden neue Berufswünsche ausgelöst? Verstärken sie bereits vorhandene Berufswünsche oder dienen sie dem Einholen von sachlichen Informationen? 

Die Verschränkung der Literaturauswertung mit den Erkenntnissen aus den Fokusgruppen soll einerseits einen Überblick über unterstützende und hinderliche Faktoren für eine Ausbildungs- und Berufswahl von jungen Frauen im MINT-Bereich liefern, andererseits Impulse für Gestaltungsansätze, um MINT-Berufe für Frauen und Männer gleichermaßen zugänglich zu machen.

Die Studie wird im Auftrag von LEA – Let’s Empower Austria, der Österreichische Fonds zur Stärkung und Förderung von Frauen und Mädchen durchgeführt. 

MitarbeiterInnen: Nadja Bergmann, Claudia Sorger, Petra Wetzel, Lucas Meyer, Ronja Nikolatti

AuftraggeberIn: Österreichische Fonds zur Stärkung und Förderung von Frauen und Mädchen

Status: laufend