Tourismus-Card als grenzüberschreitendes Kooperationsprojekt zwischen Österreich und Slowenien (Beratung, 2009-2011)

Das gegenständliche Projekt wurde Im Auftrag des BMASK vom Institut L&R Sozialforschung in Kooperation mit dem Institut Wisdom durchgeführt, Projektlaufzeit: 1.5.2009 bis 31.4.2011.

Im Rahmen dieses Projektes wurden maßgebliche Vorbereitungen in Hinblick auf die Etablierung einer grenzüberschreitenden Tourismuskarte auf Basis des Modells der Kärnten Card getroffen.

Somit wurde von österreichischer Seite her eine Initiative gesetzt, die, bei weiterer Verfolgung des Zieles, nachhaltige arbeitsmarkpolitische Chancen eröffnet:

  • Die Erhöhung der Attraktivität der Gesamtregion, die sich aus der gezielten Nutzung von Angeboten sowohl in Kärnten als auch in den grenznahen slowenischen Gebieten ergibt, erweitert die Auslastung der österreichischen Tourismusbetriebe und sichert damit auch die bestehende Beschäftigung bzw. schafft Anreize für zusätzliche Beschäftigung.
  • Durch die Tourismus-Card und die damit verbundene Bewerbung von Freizeitmöglichkeiten wird auch ein Beitrag zur Verlängerung der Saison geschaffen, die ja von den Interessensvertretungen der Tourismuswirtschaft als besonders beschäftigungsrelevant erachtet wird. So betont etwa die Österreichische Hoteliervereinigung: „Zwischensaisonen und die damit verbundenen höheren Arbeitslosenraten belasten Österreichs Arbeitsmarkt. Die Situation am Arbeitsmarkt und der internationale Trend zum Ganzjahrestourismus verlangen nach alternativen Strategien zur Nutzung neuer Zukunftsmärkte.“
  • Die Tourismus-Card Kärnten/Slowenien ist daher nicht nur in direktem Sinn von arbeitsmarktpolitischer Relevanz, sondern auch als Modell einer erfolgreichen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Tourismus, die ja auch mit den anderen Nachbarstaaten Österreichs zunehmend an Bedeutung gewinnen wird. So zeigt sich etwa im Fall der Großregion Burgenland/Westungarn, dass es viele Anknüpfungspunkte für eine gemeinsame Tourismusstrategie gibt. Und in diesem Sinne könnte auch die Übertragung der Kärnten-Card nach Slowenien beispielgebend für die Machbarkeit und Nützlichkeit von grenzüberschreitenden Innovationen im Tourismus sein.
  • Direkte arbeitsmarktpolitische Effekte ergeben sich daraus, dass durch die Beratung, Anleitung und Betreuung der Einführung einer Tourismus Card, auch Fachleute aus Kärnten bzw. Wien zum Einsatz kommen. Auf diesem Wege können bestehende Arbeitsplätze im Bereich der Tourismusentwicklung gesichert und längerfristig in diesem Beratungssektor ausgebaut werden, Eine erfolgreiche grenzüberschreitende Tourismuszusammenarbeit wird auch ein Anreiz für andere österreichische Regionen und ihre jeweiligen Nachbarstaaten sein.

Eine langfristige Entwicklungsoption ist die Installierung einer Alpen-Adria-Tourismus-Card für die Regionen Kärnten, Steiermark, Südburgenland, Slowenien, Nordkroatien und Norditalien. Diese Ausbaustufe war jedoch ausdrücklich nicht Aufgabe des von Österreich geförderten Projektes, sondern erfordert im Anschluss an das Initiativprojekt eine gesonderte Projekteinreichung, deren Finanzierung von allen Partnern mitgetragen werden muss.

Die Konferenz „Tourismuscard als grenzüberschreitendes Kooperationsprojekt zwischen Österreich und Slowenien“ wurde von 07.04. - 08.04.2011 in Klagenfurt abgehalten.

MitarbeiterInnen: Walter Reiter

Externe MitarbeiterInnen: Sandra Steinmüller

AuftraggeberIn: Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

Status: beendet