Circular Jobs in Wien

Wien zählt aufgrund seiner hohen Lebensqualität international zu den Vorbildstädten. Um diese Lebensqualität auch unter den zunehmend spürbaren Folgen des Klimawandels dauerhaft zu sichern, sind strategische und wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung erforderlich. Die Kreislaufwirtschaft bietet vielfältige Möglichkeiten hierzu und zielt darauf ab, den Einsatz von Primärrohstoffen zu verringern, Material- und Produktkreisläufe zu schließen und Ressourcen möglichst lange im Nutzungssystem zu halten sowie Wertschöpfung und Ressourceneffizienz über den gesamten Lebenszyklus von Produkten zu erhöhen.

Vor diesem Hintergrund verfolgt das vorliegende Projekt das Ziel, aus der Kreislaufwirtschaft resultierende mögliche Veränderungen aufzuzeigen, die in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und Förderinstrumenten Berücksichtigung finden können. Hierzu wird in einem ersten Schritt ein konzeptioneller Rahmen zur Kreislaufwirtschaft erarbeitet. Anschließend werden diese Erkenntnisse in einen arbeitsmarktrelevanten Kontext übergeführt, um relevante Branchen für den Wiener Arbeitsmarkt zu identifizieren, in denen Auswirkungen der kreislaufwirtschaftlichen Transformation auf die Beschäftigten zu erwarten sind. Diese werden auf Ebene der kreislaufwirtschaftlich relevanten Funktions- und Tätigkeitsbereiche vertiefend analysiert. Darauf aufbauend soll mittels eines Mapping- und Zuordnungsverfahrens das Ausmaß der Relevanz kreislaufwirtschaftlicher Tätigkeiten innerhalb einzelner Berufsfelder systematisch dargestellt und empirisch validiert werden, um auf dieser Grundlage konkrete Handlungsempfehlungen zur Fachkräftesicherung und zu Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen zu formulieren.

Zum Einsatz kommt ein Mixed-Methods-Ansatz aus quantitativen und qualitativen Analysen, der eine systematische Aufbereitung der relevanten Literatur zur Analyse der Kreislaufwirtschaft, sekundärstatistische Datenanalysen sowie Expert*inneninterviews und Validierungsworkshops umfasst.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), Julia Bock-Schappelwein und Ina Meyer durchgeführt. L&R wirkt primär bei der Durchführung der qualitativen Analyse mittels Interviews und Workshops sowie bei der Ableitung von Handlungsempfehlungen mit. Die Gesamtprojektleitung liegt bei dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung.

Auftraggeber*innen: Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (WAFF)
Mitarbeiter*innen: Flavia Enengl, Nadja Bergmann, Nicolas Pretterhofer
von: 2026 bis: 2027