Begleitevaluierung der Frauenstiftung und Jugendstiftung in Wien
Bei beiden Stiftungen handelt es sich jeweils um Zielgruppen-Outplacementstiftungen des waff in Zusammenarbeit mit dem AMS Wien. Die Zielgruppe der Frauenstiftung sind in Wien gemeldete Frauen ab 25 Jahren, die beim AMS Wien gemeldet sind und keine oder keine verwertbare Berufsausbildung vorweisen. Die Zielgruppe der Jugendstiftung sind ebenfalls in Wien gemeldete Jugendliche im Alter von 18 bis 24 Jahren, die eine Erstausbildung absolvieren oder bereits begonnene Ausbildungen abschließen möchten oder Zweitausbildungen starten, um zusätzliche Kompetenzen zu erlangen. Fachlich konzentrieren sich beide Outplacementstiftungen auf Ausbildungen im Gesundheits- und Pflegebereich, im pädagogischen und im sozialen Bereich, in der IT oder im Umweltbereich. Auch Ausbildungen in kaufmännischen Bereichen werden angeführt.
Die Ausbildungsformen, die im Rahmen der Stiftungen absolviert werden können sind vielfältig – vom außerordentlichen Lehrabschluss über Kollegs bis zu einer Ausbildung im tertiären Bereich. Die Teilnehmer*innen erhalten im Zuge der Stiftung Unterstützung bei der beruflichen Orientierung, Betreuung während der Ausbildungszeit und Unterstützung bei der anschließenden Jobsuche. Die Qualifizierungskosten werden übernommen. Neben dem seitens des AMS Wien ausbezahltem Arbeitslosgengeld erhalten die Teilnehmer*innen einen monatlichen Ausbildungszuschuss von € 300,-.
Die Zielsetzung der seitens L&R Sozialforschung durchgeführten Begleitevaluierung umfasst die systematische Analyse der Zielgruppenerreichung, der Teilnahmemotive sowie die Zufriedenheit und Erwartungen der Teilnehmer*innen der Frauenstiftung und der Jugendstiftung Wien. Dabei liegt ein besonderer Fokus darauf, inwieweit die jeweiligen Zielgruppen angesprochen werden, welche Beweggründe der Entscheidung für die Teilnahme zugrunde liegen und wie die Teilnehmer*innen ihre Erfahrungen vor und während der Teilnahme bewerten. Zur Beantwortung dieser Fragestellungen kommen quantitative und qualitative Verfahren zum Einsatz. Dazu zählen insbesondere Dokumenten- und Aktenanalysen, die Durchführung zweier quantitativer Teilnehmer*innen-Befragungen sowie leitfadenbasierte Interviews und Fokusgruppen. Ein weiterer zentraler Baustein ist die Identifikation und Bewertung relevanter Good-Practice-Beispiele aus Österreich und dem internationalen Kontext. Die daraus abgeleiteten Erkenntnisse sollen einen unmittelbaren Beitrag zur Weiterentwicklung der beiden Outplacement-Stiftungen leisten.
Mitarbeiter*innen: Claudia Sorger, Nadja Bergmann, Nicolas Pretterhofer
von: 2025 bis: 2026