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Lechner, Reiter & Riesenfelder
Sozialforschung OG, Wien

Prekäre Perspektiven? Zur sozialen Lage von Kreativen (Konferenz, 2009)

Montag, den 22. und Dienstag, den 23. Juni 2009 in der Wiener Urania

Der Bereich der Kreativ- und Wissensarbeit wird gerne als Vorreiter für ‚neue’ Formen der Arbeitsorganisation betrachtet. In diesen Bereichen gibt es zunehmend mehr Arbeits- und Beschäftigungsmodelle, die von traditionellen Formen der abhängigen oder selbstständigen Erwerbsarbeit abweichen: Phänomene wie teilselbständiges Arbeiten auf Projektbasis, vorübergehende bzw. kurzfristige Arbeitsverhältnisse oder parallele Mehrfachbeschäftigungen werden für mehr und mehr Personen berufliche Realität.

Dass diese Arbeitsmodelle in der Gruppe der KünstlerInnen besonders verbreitet sind, zeigt die im Herbst 2008 veröffentlichte Studie von L&R Sozialforschung ‚Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich’ (http://www.bmukk.gv.at/kunst/bm/studie_soz_lage_kuenstler.xml). Diese prekären Arbeitswelten von Kunstschaffenden verlangen nach einem breiten Diskurs der Probleme unter Einbeziehung verschiedenster ExpertInnen, als auch nach spezifischen Maßnahmen für den Kunstbereich.

Die Konferenz sollte einen solchen Diskurs ermöglichen. Die als Arbeitstagung angelegte Veranstaltung lud ExpertInnen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen dazu ein, gemeinsam Handlungsoptionen und Lösungsansätze zu erarbeiten.

Bei Interesse melden Sie sich bitte mit dem Anmeldeformular bis spätestens Freitag, 5. Juni 2009, entweder per per Fax: +43/1/595 40 40 - 9 oder per E-Mail Leodolter@Lrsocialresearch.at an.

Für weitere Informationen steht Ihnen Frau Katrin Leodolter, L&R Sozialforschung (Konferenzorganisation), Tel. +43/1/595 40 40 -16 gerne zur Verfügung.

Programmablauf

Montag 22.6.2009

18.00 – 19.00                Registrierung

19:00 – 19:30                Eröffnung

Bundesministerin Claudia Schmied

19:30 – 20:00                Eröffnungsvortrag „Prekäre Perspektiven?“

Alexandra Manske, Institut für Sozialwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin

20:00 – 20:15                Diskussion

20:15 – 21:15                Podiumsdiskussion „Risikolage Kreativarbeit?“

Mona Hahn, Akademie der Bildenden Künste

Doris Lutz, Arbeiterkammer Wien - Abteilung Sozialpolitik

Alexandra Manske, Institut für Sozialwissenschaft, Humboldt-Universität zu Berlin

Gerhard Ruiss, IG AutorInnen Autoren

Ursula Strauss, Schauspielerin

Rainer Thomas, Wirtschaftskammer Österreich – Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit

Anschließend Buffet, Networking

 

Dienstag 23.6.2009

9:30 – 9:45                   Begrüßung

9:45 – 10:00                 Zielsetzungen der Konferenz

Andrea, Leiterin der Kunstsektion, BMUKK Ecker

10:00 – 10:30                „Zur sozialen Lage der KünstlerInnen in Österreich“

Susanne Schelepa, L&R Sozialforschung & Gerhard Wohlfahrt, Universität Graz

10:30 – 10:45                Diskussion

10:45 – 11:00                Kaffeepause

11:00 – 11:30                „Sozialer Status und Mobilität der Kulturberufe in Europa - Modelle und vermeidbare Erfahrungen“

Andreas Joh. Wiesand, European Institute for Comparative Cultural Research (ERICarts)

11:30 – 11:45                Diskussion

11:45 – 12:15                Vorstellung Ablauf und Inhalte der Arbeitsgruppen durch ArbeitsgruppenleiterInnen

12.15 – 13:15                Mittagessen (Buffet)

13:15 – 15:30                Arbeitsgruppen

 

AG 1: Künstlerische Arbeit und Sozialversicherungssysteme

Arbeitsgruppenleitung:               Monika Mokre, FOKUS - Forschungsgesellschaft für kulturökonomische und kulturpolitische Studien

Mit Impulsen von: Juliane Alton, IG Kultur Österreich; Sabine Muhar, Schauspielerin, IG Freie Theaterarbeit; Thomas Richter, Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft 

AG 2: Arbeits- und Einkommenslosigkeit

Arbeitsgruppenleitung:               Andrea B. Braidt, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien

Mit Impulsen von: Barbara Holub, Künstlerin, Architektin; Tatjana Karlovic, Team4 KünstlerInnen Service; Sabine Kock, IG Freie Theaterarbeit; Eva Spreitzhofer, Obfrau des Drehbuchverbandes, Schauspielerin 

AG 3: Kunst im Kontext – Wertschöpfung und öffentliche Förderung

Arbeitsgruppenleitung:               Eva Blimlinger, Projektkoordination Kunst- und Forschungsförderung, Universität für Angewandte Kunst

Mit Impulsen von: Klaus Ager, Österreichischer Komponistenbund; Veronika Ratzenböck, Österreichische Kulturdokumentation; Gerhard Ruiss, IG Autorinnen Autoren; Stefan Ruzowitzky, Verband Filmregie Österreich 

AG 4: Frauen in der Kunst

Arbeitsgruppenleitung:               Irene Suchy, ORF-Ö1, Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien

Mit Impulsen von: Susanne Ayoub, Schriftstellerin; Sabine Benzer, IG Kultur Vorarlberg; Elisabeth Mayerhofer, FOKUS – Forschungsgesellschaft für kulturökonomische und kulturpolitische Studien 

AG 5: Mobilität von KünstlerInnen

Arbeitsgruppenleitung:               Gerhard Kowař, KulturKontakt Austria

Mit Impulsen von: Petja Dimitrova, IG Bildende Kunst; Mercedes Echerer, Schauspielerin und Leiterin von EU XXL; Doris Einwallner, Rechtsanwältin, Partnerin Kanzlei Unterweger&Einwallner; Thomas Frank, Künstlerische Leitung brut wien

 

15:30 – 15:45                Kaffeepause

15:45 – 17:45                Vorstellung und Diskussion der Arbeitsgruppenergebnisse im Plenum

Ca. 18:00                     Abschluss

 

Moderation: Erna Cuesta, freie Journalistin

AuftraggeberIn: Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur

Status: beendet

Weitere Aktivitäten in diesem Projekt:

Zur sozialen Lage der Künstler und Künstlerinnen in Österreich (Forschung, 2007-2008)

 


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