Teilzeitstudie Niederösterreich

31.03.2021

Die Studie „Teilzeit - ist das wirklich mein Wunsch?“  wurde im Auftrag der Abteilung Frauenpolitik der Arbeiterkammer Niederösterreich durchgeführt. Teilgenommen haben insgesamt 1.753 teilzeitbeschäftigte Frauen und Männer aus Niederösterreich.

Es sind vor allem Frauen, die aufgrund von Betreuungspflichten ihre Erwerbsarbeit reduzieren (müssen) und die fehlenden Kinderbetreuungsangebote kompensieren. In jenen Regionen, wo sich die Situation der Kinderbetreuung besonders schwierig darstellt, ist der Anteil der Teilzeitbeschäftigung besonders hoch und auch das Ausmaß der Arbeitszeit besonders gering.

Im Durchschnitt gerechnet liegt die ideale Arbeitszeit bei Frauen wie Männern bei knapp 27 Wochenstunden. Dabei ist zu bedenken, dass die „ideale“ Arbeitszeit vor dem Hintergrund der jeweiligen Situation formuliert wird, sprich der Frage, ob Betreuungspflichten bestehen, es gesundheitliche Einschränkungen gibt oder wie sich die institutionelle Betreuungssituation darstellt.  23% der befragten Frauen berichten auch davon, dass es im eigenen Unternehmen gar nicht die Möglichkeit gäbe, die Stunden zu erhöhen. Das betrifft vor allem den Handel, den Dienstleistungsbereich, und das Gesundheits- und Sozialwesen.

Viele Teilzeitbeschäftigte, die an der Befragung teilgenommen haben, berichten von einer Dequalifizierung beim Umstieg von einer Vollzeit- in eine Teilzeitbeschäftigung und würden sich wünschen, dass ihre Qualifikationen und ihre Fähigkeiten stärker wahrgenommen werden und sie dementsprechend eingesetzt werden. Das Bild der Teilzeitkräfte, die „weniger wert sind“, hat viel mit dem Arbeitsverständnis von (meist männlichen) Führungskräften zu tun und damit, dass man als Teilzeitbeschäftigte/r prinzipiell keine Führungsposition bekommt.

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